› Ohne Maschinendaten
Ohne Maschinendaten keine Auswertung.
Stückzahlen, Zustände und Prozesswerte werden von Hand nachgetragen oder fehlen ganz. Ausgewertet wird, was jemand aufgeschrieben hat — nicht, was die Anlage getan hat.
Für Fertigungsunternehmen mit MES oder Datenplattform
Zwischen Steuerung und Zielsystem — MES, Zeitreihen-Datenbank oder Plattform — fehlt die Strecke: Protokoll, Datenmodell, Übergabe. Nach der Abnahme stellt die Maschine 10 Datenpunkte über das vereinbarte Protokoll bereit, geprüft an der realen Anlage und dokumentiert übergeben.
Das Zielsystem ist ausgewählt und eingeführt — MES, Zeitreihen-Datenbank, Auswertungsplattform oder Condition Monitoring. Was fehlt, ist die Strecke von der Steuerung dorthin. Drei Gründe, warum sie liegen bleibt:
› Ohne Maschinendaten
Stückzahlen, Zustände und Prozesswerte werden von Hand nachgetragen oder fehlen ganz. Ausgewertet wird, was jemand aufgeschrieben hat — nicht, was die Anlage getan hat.
› Gewachsener Maschinenpark
S7-Altbestand, Modbus-Zähler, moderne OPC-UA-Server, proprietäre Schnittstellen: Jede Anbindung wird neu erfunden. Was für Maschine eins gebaut wurde, passt auf Maschine zwei nicht.
› Werte ohne Modell
Die Werte liegen im Zielsystem, tragen aber je Anlage andere Namen, Einheiten und Zeitstempel. Zwei Maschinen lassen sich nicht übereinanderlegen — die Auswertung scheitert eine Stufe später als erwartet.
Die Maschine wird über ihr vorhandenes Protokoll gelesen, auf ein einheitliches Datenmodell abgebildet und standardisiert bereitgestellt — über OPC UA, MQTT oder REST. Im Discovery wird genau ein Bereitstellungsprotokoll vereinbart; dieses eine ist im Festpreis der Maschinenanbindung enthalten. Soll der Edge-Dienst die Werte darüber hinaus aktiv an einen IoT-Broker oder eine Datenbank senden, kommt die Zielsystem-Anbindung als Zusatzpaket dazu.
Der Datendienst läuft als Container auf einem Host unter Ihrer Kontrolle. Sendet er aktiv (MQTT, REST, Kafka, Datenbank), wird die Verbindung ausgehend aufgebaut; stellt er die Werte selbst bereit (OPC-UA-Server), lauscht er auf genau einem Port, freigegeben nur für das benannte Zielsystem. In Richtung Shopfloor wird kein Port geöffnet.
Rohadresse, kanonischer Name, Einheit, Zeitstempel und Qualitätskennzeichen werden einmal festgelegt und für jede weitere Maschine wiederverwendet (siehe Datenmodell).
Fällt die Zielschnittstelle aus, puffert der Edge-Dienst lokal und liefert nach. Eine Netzstörung kostet keinen Wert — nachgewiesen im 72-Stunden-Dauerlauf vor der Abnahme.
Architektur, Datenmodell und Namenskonvention sind auf Wiederverwendung angelegt: Weitere Maschinen gleichen Typs übernehmen dieses Modell, statt es neu zu entwerfen.
Die Bausteine dieses Angebots stammen aus vier Kundenprojekten — Pipelines und MES-Anbindung bei Voith, Pufferung gegen Datenverlust bei SCHOTT, Formattransformation bei Winkler und Dünnebier, OPC-UA-Datenmodell bei Toptica (siehe Referenzen).
Das Datenmodell ist die eigentliche Arbeit — und der Grund, warum die zweite Maschine schneller geht als die erste. Der Rohwert aus der Steuerung wird auf einen kanonischen Namen mit fester Einheit abgebildet und erst dann in das Zielformat geschrieben.
Das vorgeschaltete Discovery klärt die Machbarkeit verbindlich, bevor die Umsetzung beginnt — die Festpreiszusage steht auf geprüftem Fundament. Es endet mit einer Ampelbewertung je Datenpunkt.
Bewertung Rot
Die Leistung endet mit dem Steckbrief und einer Empfehlung zur nötigen Vorarbeit — berechnet wird nur das Discovery.
Bewertung Gelb
Braucht die Anlage zusätzliche Edge-Hardware, wird die Option vor Stufe 2 schriftlich abgestimmt — Sie können ohne Angabe von Gründen von Stufe 2 zurücktreten.
Nutzungsrecht
Sie erhalten ein unbefristetes Nutzungsrecht an allen erstellten Konfigurationen, Datenmodellen und Dokumenten.
Klärt verbindlich, ob und wie die Maschine anbindbar ist — bevor Budget in die Umsetzung fließt.
Von der Architektur bis zur Live-Demo an der realen Maschine — 1 Maschine, 8 Datenpunkte lesend, 2 schreibend.
Aufnahme von Maschine, Schnittstelle, Zielschnittstelle und Netzwerkpfad. Tag-Liste mit Ampelbewertung, Ergebnis innerhalb von 5 Arbeitstagen nach Termin.
Lösungsarchitektur wird vorgestellt und freigegeben: Datenfluss, Komponenten, Ports, Verantwortlichkeiten. Hier wird auch das Zeitfenster für den 72-Stunden-Dauerlauf auf Ihre Schichtlage gelegt.
Host für den Edge-Dienst, Firewall-Freigaben, Maschinen-Endpunkt und Zugang zur Zielschnittstelle werden durch Ihr Haus bereitgestellt (siehe „Was Ihr Haus stellt").
Kanonisches Datenmodell festlegen, Edge-Dienst aufsetzen, Mapping und Pufferung implementieren, Übergabe an die Zielschnittstelle aufbauen.
Anbindung an der realen Maschine prüfen: jeder Datenpunkt wird einzeln nachgewiesen. Anschließend läuft die Strecke 72 Stunden unter Produktionsbedingungen und wird auf Lücken ausgewertet.
Live-Demo an der Maschine, unterzeichnetes Abnahmeprotokoll, Übergabedokumentation mit Datenmodell und Einweisung des Teams.
Jeder lesende Datenpunkt wird mit einem an der Maschine erzeugten Wert an der Zielschnittstelle nachgewiesen, jeder schreibende mit einem aus dem Zielsystem gesetzten Wert an der Maschine — dokumentiert mit Datum, Sollwert, Istwert und Prüfer.
Über 72 zusammenhängende Stunden Produktionsbetrieb wird jeder erwartete Wert gezählt. Fehlende oder doppelte Datensätze werden ausgewiesen; die Abnahme erfolgt erst, wenn der Lauf lückenlos ist.
Der Datenfluss wird in Ihrem Beisein an der Maschine ausgelöst und bis zur Zielschnittstelle verfolgt. Das Abnahmeprotokoll wird von beiden Seiten unterzeichnet; offene Punkte werden mit Frist festgehalten.
Ihr Aufwand: je ein Ansprechpartner aus IT und aus Automatisierung/Instandhaltung, mit wenigen Stunden verteilt über die Laufzeit — zuzüglich der Bereitstellung der Infrastruktur:
Jedes Paket trägt einen Festpreis und eine eigene Abnahme; fällig wird es nach unterzeichneter Abnahme. Werden alle vier gemeinsam beauftragt, wird das Discovery vollständig angerechnet — Komplettpaket 16.000 € statt 20.000 €. Alle Preise zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer. Reisekosten für den Vor-Ort-Tag werden vor Auftragserteilung nach Standort beziffert.
› Einstieg
4.000 €
einzeln beauftragbar
Verbindliche Machbarkeitsklärung, bevor die Umsetzung startet.
› Stufe 2
5.000 €
zuzüglich Discovery
Die Maschine stellt ihre Werte selbst bereit — über das vereinbarte Protokoll am Edge-Dienst im Werksnetz.
› Zusatzpaket
3.000 €
zusätzlich zur Maschinenanbindung
Die Werte werden aktiv an Ihr Zielsystem gesendet, statt nur am Edge-Dienst bereitzustehen.
› Zusatzpaket
8.000 €
zusätzlich zur Maschinenanbindung
Die Werte bleiben lokal auf der Edge erhalten und sind 12 Monate rückwirkend auswertbar.
| Option | Preis netto |
|---|---|
| Datenpunkt-Block 10 (10 weitere Datenpunkte, lesend oder schreibend) | 5.000 € |
| Zweites Bereitstellungsprotokoll (dieselben Werte zusätzlich über eine weitere Senke) | 3.500 € |
| Edge-Hardware: Beschaffung und Provisionierung durch onconnecting (Auswahl und Empfehlung sind im Paket enthalten) | 4.500 € zzgl. Hardware |
| Zusätzlicher Vor-Ort-Tag (Inbetriebnahme, Störungsklärung, Schulung) | 1.400 € |
| Position | Preis netto |
|---|---|
| Grundgebühr je Standort | 250 €/Monat |
| Maschine 1 bis 10, je Maschine | 125 €/Monat |
| ab Maschine 11, je Maschine | 85 €/Monat |
Beispiele: 1 Maschine 375 €/Monat, 5 Maschinen 875 €/Monat, 10 Maschinen 1.500 €/Monat, 20 Maschinen 2.350 €/Monat. Enthalten sind die monatliche Lücken- und Vollständigkeitsprüfung des Datenstroms, die Konnektivitätsprüfung, Anpassungen bei Änderungen an der Zielschnittstelle, 2 h Remote-Support je Monat und Reaktion innerhalb von 8 Arbeitsstunden.
SPS-Programmierung · Retrofit ohne digitale Schnittstelle · Netzwerk- und Verkabelungsarbeiten · Lizenzen des Zielsystems · Edge-Hardware (Empfehlung enthalten, Beschaffung durch Ihr Haus) · Übergabe an Ihr Zielsystem (optional als Zusatzpaket) · Datenspeicherung und Historisierung (optional als Zusatzpaket) · zweites Bereitstellungsprotokoll (optional) · Dashboards, Reports, OEE-Auswertungen · Customizing im Zielsystem · Betrieb nach Abnahme (optional als Wartungsvertrag)
Auszug aus abgeschlossenen Projekten — von der Werksdigitalisierung bis zur weltweit verteilten Anlage. Die Pipelines und die MES-Anbindung stammen aus dem Voith-Projekt, die Pufferung gegen Datenverlust von SCHOTT, die Formattransformation von Winkler und Dünnebier, das OPC-UA-Datenmodell von Toptica.
Pipelines für das ganze Werk
Produktionsmaschinen, Montagelinien, Prüfstände
Skalierbare Datenpipelines zu Produktionsmaschinen, Montagelinien, Logistiksystemen und Prüfständen. Technische Anbindung von Produktionsanlagen an ein MES-System inklusive Traceability-Parametern und Maschinenenergiedaten für die CO2-Berechnung.
Kein Wert geht verloren
Echtzeit auf Kafka, Puffer gegen Datenverlust
Erfassung von Sensordaten und Maschinensteuerungen, Bereitstellung in Echtzeit auf einem Kafka-Broker. Internes Puffersystem gegen Datenverlust bei Ausfall des Brokers, Integrationstests auf Datenintegrität und Interoperabilität.
Drei Formate, ein Modell
Weltweit verteilte Anlagen über Fernwartungsrouter
Rohdaten über MQTT lesen, ins Zielformat transformieren und in die Ziel-Topic-Struktur senden. Aggregation mehrerer OPC-UA-Server an ein Cloud-Portal, SPS-Daten aus abgesetzten Anlagen über Fernwartungsrouter.
Datenmodell im OPC-UA-Server
Forschungsprojekt Weltraumforschung
Implementierung des OPC-UA-Servers samt Schnittstellen und Datenmodell für High-End-Lasersysteme, dazu ein Monitoring-Dashboard für die Systemdaten und ein Webinterface für Steuerung und Bedienung.
› Ihr Ansprechpartner
Seit 2018 in industriellen Konnektivitätsprojekten: erst im Maschinenbau an Maschinen, Steuerungen und Datenflüssen, seit 2021 freiberuflich in IIoT- und MES-Projekten. Sie arbeiten direkt mit dem Umsetzer — Beratung, Implementierung und Übergabe in einer Hand, ohne Zwischenschichten.
Eine kurze Beschreibung der Fragestellung genügt. Rückmeldung in der Regel innerhalb eines Werktags.
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